Plaudertasche 

Ihr beginnt langsam zu plaudern. Andrin kann eine ganze Weile vor sich hin singen oder lallen und ich denke es wird nicht mehr lange gehen bevor er beginnt zu sprechen. Bis wir ihn dann auch verstehen wird es noch ein weiteres Weilchen dauern 😉

Lias wird ebenfalls immer fröhlicher. Ich kann gut mit ihm spielen damit er zu giggelen beginnt. Es hört sich so süss an 🙂

Und Sandra macht so tolle Fotos von euch. Es freut mich jedes Mal wenn ich am arbeiten bin und neue Fotos und Videos von euch kriege. Ich bin mega stolz auf euch und finde ihr seid die süssesten Kinder die man sich wünschen kann. 

Zuruck im spital

Andrin musste heute vor einer Woche notfallmassig erneut in den Spital. 39.6 Fieber. Das ist zwar nicht ernsthaft gefährlich hat uns aber solch einen schrecken eingejagt dass wir gleich in die Notaufnahme gegangen sind. 

Er hatte eine blasen und nierenentzundung. Der arme Kerl hatte richtig schmerzen und tat mir so leid. Er kriegte eine Infusion gesteckt und da ich Lias lieber im anderen Zimmer beruhigen wollte und Sandra ihre Kleider holen gegangen ist ist Andrin die ganze Zeit alleine gewesen, wo ihn fremde Menschen gedrückt und gepiekst und festgehalten haben. 

Als ich wieder zu ihm könnte war er wirklich verängstigt und am weinen. Ich bräuchte eine ganze Weile um ihn zu beruhigen und es tut mir jetzt noch leid wenn ich zurück denke wie ebensolch gefühlt haben musste. 

Am Freitag Nachmittag durften wir ihn dann wieder abholen und seitdem ist er bei uns zu Hause und wir geben ihm hier Antibiotika. Es sieht so aus als hätte er das ganze wieder verdrängt. Er hat keine Schmerzen mehr und ist wie immer fröhlich. Und das freut uns. Es ist für mich jedes Mal eine Riesen Freude wenn ich sehe wie er uns erkennt und zu lachen beginnt. Es ist so schôn ihn so zu sehen

Wer sind wir, Teil 5

Auch ganz wichtig: unsere Katzen.  

Beginnen hat das mit Flawi und Joya. Die beiden wurde. Von einer Kollegin von Sandra beim Bauer “bestellt”. Die Kollegin hat sich dann anders entschieden, die beiden Katzenkinder wären an die Wand geklatscht worden und das wollten wir nicht also haben wir sie aufgenommen. 


Da die beiden aber immer weniger miteinander ausgekommen sind, mussten wir sie weggeben. 

Danach kamen Pünktli und Flo. Flo war eindeutig mein Lieblingskater. Er kam jede Nacht mit mir schmüselen und war ein sehr scheuer kater. 

Pünktli wiederum ist dir wahrscheinlich sozialste Katze der Welt. Die hat mal ganz vorsichtig einen Vogel heimgebracht der aus dem Nest gefallen ist. Sie hat nicht mit ihm gespielt sondern wollte ihn wahrscheinlich uns bringen zum helfen. 

Zurück im Spital 

Andrin hat wahrscheinlich eine nierenbeckenentzundung. Genau wissen wir es noch nicht aber wir sind seit Dienstag 22:45 im Spital. Sandra ist geblieben und übernachtet mit euch. Ich geh jetzt nach Hause und schlafe hier. 

Andrin wurde eine Infusion gelegt. Er hat geschrien wie am Spiess und ich musste ihn etwa 15 Minuten lang beruhigen, er hat so geweint und hatte zwar sicher keine Schmerzen aber Angst: alles fremde Leute, kein Papi (ich hab Lias gewiegelt), kein Mami (sie hat die Kleider zu Hause geholt) und dann noch überall Hände die einen anfassen und festhalten. Er hat mir so leid getan der arme kleine Kerl. Ich konnte ihn aber glaub gut beruhigen. Er ist zumindest nachher eingeschlafen und später als er wieder aufgewacht ist, scheint er den Stress vergessen gehabt zu haben. 

Wer sind wir, Teil 4

Sandras Eltern heissen Ruedi und Angelika. Die beiden haben sich in Zürich in der ausgehmeile in den 60ern getroffen und dann drei Kinder gehabt. Renate, Sandra und als letztes Martin. 

Renate is eines eurer gottis und lebt in einem heim. Martin arbeitet als troubleshooter bei den ZVV. Und Sandra ist eure Mutter und meine Frau. Sie arbeitet zur Zeit daran, euch eine tolle Kindheit zu geben und macht das hervorragend. 

Wer sind wir, Teil 3

Meine Eltern heissen Peter und Helga. Sie hatten es in ihrem Leben garantiert weniger leicht als ich es bisher in meinem hatte, wenn auch die letzten drei vier Jahre für mich beschissener waren als was die beiden durchgemacht haben. Aber egal, Helga ist eure Grossmutter und Peter euer Grossvater. Sie wollen glaub Opa und Oma oder so genannt werden, hab ich aber leider wieder vergessen. Naja sie werden es euch dann schon zeigen ;/)

Peter war für mich immer eine wandelnde Datenbank. Er wusste über alles etwas zu sagen und war sehr intelligent. Ist. Er arbeitete sein Leben lang für die SBB und verteidigt sie immer noch vor allem. Nun als grösstes öffentliches Nahverkehrsmittel ist die SBB allerdings qualitativ auch nicht wirklich schlecht. Ich fahre gerne Zug, was zwar zum einen daran liegt dass ich nie Autofahren gelernt habe, weil ich es nie benötigt habe, zum anderen aber auch weil ich es viel entspannender empfinde. Ich kann arbeiten im Zug oder schlafen oder einfach surfen. Alles Sachen die ich mit dem Auto nicht könnte. Dafür bin ich mobiler und in den meisten Fällen auch schneller mit dem Auto. 

Wer sind wir, Teil 2

Sandra ist eine ganz ganz liebe Frau mit einem grossen Herz für euch. Sie mag knobelspiele, Musik die sie versteht, Filme die sie versteht, Farben und Tiere. Sie mag Hunde mehr als ich (auch wenn ich mal einen hatte, eine kleine Mischung aus Pekinese und Dackel namens Prinz Charly von Spitz-Brown Misteli) und unsere Katzen. Sie hat eine fast unendliche Geduld (auch mit mir), was ich sehr bewundere. Sie liebt euch über alles, und ist euch eine hervorragende Mutter. 

Sandra hat eine Lehre als Konstrukteurin gemacht und eine Weile darauf gearbeitet. Da es in diesem Job scheinbar noch vor mehr arrogante arschlocher gibt als in meinem hat sie es aber nicht allzulange darauf beharren lassen und dann zum Glück eine Weiterbildung als sozialpadagogin gemacht. Der richtige Schritt in meinen Augen. Seither geht es ihr massiv besser, sie wird akzeptiert, gebraucht und sieht auch einen Sinn in ihrer Arbeit. 

Sie kocht hervorragende Lasagne, liest gerne mit ihrem Tolino Reader und sieht dazu noch wirklich hübsch aus mit ihren langen dunklen Haaren und ihren braunen Augen. Nimmt mich wunder welche Augenfarben ihr dannn mal kriegt. Momentan siehts so nach einem grün/grau aus. 

Sandra ist ein kleiner monk. Sie mag Ordnung und setzt Perfektion über pragmatismus (naja ihr merkt es schon: bei mir genau umgekehrt). Sie mag eine saubere Wohnung (okay ich auch) und putzt dann auch gerne dafür (okay ich nicht). Sie kann sich viel besser an Sachen erinnern die wichtig sind während mir vor allem die Sachen für alle ewigkeiten bleiben die niemanden wirklich interessieren (wie bspw auf welche Geschwindigkeit man einen 7,5m langen Wagen beschleunigen müsste damit er in eine 5m grosse Garage passt). 

Sie hat einen tollen Humor und lacht viel und gerne. 

Wer sind wir?

Sandra ist eure Mutter. Sie ist 7 Jahre jünger als ich und arbeitet als Sozialpädagogin. Sprich: sie arbeitet mit Menschen, ich mit Maschinen. Naja zumindest momentan noch. Ich weiss nicht ob das noch immer mein Beruf sein wird wenn ihr dies hier lesen könnt. Zur Zeit hab ich grad sehr sehr wenig Lust etwas anderes zu machen als Zeit mit euch zu verbringen. Da meine Arbeit eigentlich niemandem wirklich was nützt und vollkommen sinnlos ist, hab ich auch immer weniger Lust darauf. Das war früher mal anders aber man wird auch älter und reifer und hinterfragt dann bestimmte Sachen. 

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Mein Traum ist es, irgendwann mal durch einen glücklichen Zufall (Lotto Gewinn, reicher Onkel, whatever) genug Kohle zu haben dass ich diesen Job nicht mehr machen muss und was eigenes machen kann. Ich würde dann eine spielhalle eröffnen. Zwar vollkommen klar dass da nicht gross Kohle reinkommt aber es macht Spass. Ich würde alle alten Retro Konsolen reinziehen: tron, marble madness, Star Wars, outrun, etc. ich würde die spielhalle selbst dekorieren mit Film Accessoires. Es wurde auch eine Film Wumme geben welche dem Besucher folgt. Es wurde Türen geben die vor sich hin seufzen wenn sie auf oder zu gehen und es wurde einen eigenen Snack stand geben. Wäre cool. 

Und ich müsste mich nicht jeden verdammten Tag mit diesem elenden Schwachsinn abgeben der nichts bringt und mich auf keine Weise vorwarts bringt. Menschlich. Nicht technisch. Technisch mag das ein interessanter Job sein als Programmierer. Aber Spass macht er schon lange keinen mehr. Auch wenn man mit arroganten arschlochern zusamennarbeiten muss die nichts als ire eigene Meinung akzeptieren. Naja was solls.. der reiche Onkel meldet sich bestimmt in kurze mit einem Lottogewinn 😉

Sandra wiederum arbeitet mit Menschen zusammen. Ihr Job hilft direkt. Man kann da auch direkt die Ergebnisse sehen. Hätte ich nicht so eine Angst verbunden mit absolutem Unwohlsein mit Menschen zusammen zu sein, ich hatte mich vielleicht schon lange für etwas wie ihren Job entschieden. 

Ich wollte den ganzen Mist mal liegen lassen und mich als Lehrer weiterbilden lassen. Primarlehrer genau gesagt. Das würde mir immer noch Spass machen aber der Weg dazu wenn man keinen uniabschluss oder Hf hat, ist sehr sehr steinig und langwierig. Es wurde mich momentan locker 10 Jahre Zeit kosten bis ich Lehrer sein könnte. Naja in 10 Jahren bin ich selbst wieder 10 Jahre von meiner pensionierung entfernt. Also nicht wirklich eine tolle Option. Auf der anderen Seite noch 20 Jahre so weiter wursteln sehe ich auch nicht wirklich als Option. 

Aber egal… Sandra…wir haben uns vor 15 Jahren kennengelernt. Sie warb mit Topf der Deckel sucht und ich fühlte mich als Deckel berufen.