Und sonst?

Ja.. und sonst? Also ich mag Technik. Spielzeug. Nerd T-Shirts. Alte Videokonsolen (neben mir steht hier eine alte Vectrex Spielkonsole, ausserdem habe ich ein paar Lynx Konsolen rumliegen, etc.). Ich liebe Science Fiction, sowohl Filme als auch Bücher. Ich mag Computer, Computerspiele, Pixel, Pixelgrafiken. Ich bin ganz wild auf Pixel Grafiken. Ich finde die Ästhetik der 80er Jahre Computerspiele immer noch unübertroffen. Egal wie realistisch die 3d Welten von heute werden, die Cuteness der 80er Jahre erreichen sie nie. Was nicht bedeutet, dass ich nicht auch gerne mal ein Zombie 3D Massaker Spiel hinlege. Die machen auch Spass, man kann sich in den Zombies so gut Mitarbeiter vorstellen, deren Birne man wegpustet. Macht Spass 😉

Aber egal.. ich mag Musik… Electronica, teilweise Klassik, auch Pop, 80er Jahre Pop, Trip Hop, Hip Hop, Be Bop und Jazz. Ich mag Swing, Frank Sinatra, der wahre Meister, elektronische Musik, Depeche Mode, die wahren Meister, Kraftwerk, teilweise. Ich mag die Apple Music Play Listen, weil sie von Menschen und nicht von Maschinen gefertig werden. Ich mag Star Trek mehr als Star Wars. Star Wars ist ein Märchen mit momentan 7 Teilen. Aber die Geschichte ist diese: böser Vater terrorisiert das ganze Universum um sich einen Kleinkrieg mit seiner Tochter und seinem Sohn zu halten. Millionen sterben dabei und am Ende wird eine ganze Rasse ausgelöscht. Naja das ist es in etwa. Das mit einer Menge CGI und Effekte garniert.

Star Trek ist ein ganzes Universum. Es ist nicht eine Geschichte, es sind Dutzende, Hunderte Geschichten. Es sind Menschen die auf einem Raumschiff leben und deren Leben erzählt wird, deren Abenteuer nachvollzogen werden und deren Entscheidungen man logisch ergründen kann. Es ist eine Geschichte einer Menschheit, die friedlich das Universum erforschen will. Eine Menschheit ohne Kapitalismus, ohne die negativen Seiten von “ich hab was das Du nicht hast”, ohne Neid und Gier. Eine Menschheit mit Neugierde, mit Forscherdrang, eine Menschheit die helfen möchte, die friedlich ist oder friedlich sein will und welcher der Frieden in der Galaxis am Herzen liegt. Eine Menschheit die erkannt hat, dass sie nicht alleine existiert, sondern mit anderen Existenzen koexistiert und es keinen Sinn mehr macht, etwas besitzen zu können in einer Welt in der jedes Ding allen gehört und endlos repliziert werden kann.

Ich mag Pastellfarben. Spielzeuge. Mit Spielzeugen meine ich batteriebetriebene Spielzeuge, mit Lämpchen und Knöpfen und Displays und Zeugs. Spielzeug das flimmert und flackert und piepst und fiept. Und ich mag andere Ideen. Ich mag es, wenn jemand dasselbe Problem anders löst. Ich bin kein Fan von Verbrennungsmotoren oder Autos, aber ich finde ein Tesla Auto was tolles. Ich finde aber auch, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss ist (zu lange Ladezeiten, zu kurze Reichweite). Aber es ist eine andere Lösung für dasselbe Problem. Man forscht nun auch an Brennstoffzellen. An Wasserstoffautos, etc. So wie KITT. Kennt ihr wahrscheinlich nicht, spielt auch keine Rolle. Ist auch so eine Serie die ich mir mal reingezogen habe als Kind.

Ich hab überhaupt eine Menge Fern gesehen als Kind. Ich kannte so ziemlich jede Serie die Spass gemacht hat. Scacchia Pensieri (oder wie sich das schreibt) mit Adelheid dem Ameisenbär, Danger Mouse, Signor Rossi, Buck Rogers, Kampfstern Galactica und dem Reboot der 00er Jahre: Battlestar Galactica. Dort hab ich auch mein Lieblingswort kennengelernt: Basisstern. Was immer das sein soll, aber es tönt irgendwie cool. Ich hab euch eine Menge Serien und Filme von meiner Zeit hinterlassen, Biene Maia, Buck Rogers, BSG, Danger Mouse, Rossi, etc. sucht sie auf meinen Servern. Oder bei Backblaze. Die gesamten 12 Terrabyte sollten dort noch vorhanden sein. 12 TB dürfte, wenn ihr das lest, kleine Fische sein. In den 80er Jahren hat man versucht, soviel wie möglich in 64KB reinzukriegen. Heutzutage, also rund 30-35 Jahre später, kriegt man knapp ein Icon da rein. Das, was in den 80er Jahren noch unerreichbar war, Grossrechner mit satten 4GB Festplattenspeicher, gehört heute nicht mal mehr an den Schlüsselbund, ich habe schon einen uralten 64GB Stick am Schlüsselbund, mein Handy besitzt 32 GB, da dürften 12 TB auch innert weniger Jahre soviel sein, wie heutzutage 12 GB sind.

Dennoch.. sucht euch die Filme, die Serien, die Musik… sucht euch meine Daten, wühlt darin, sucht nach ICQ und erkennt meine damaligen Freunde, Liebschaften, Spinner und verwandte Seelen. Sucht nach den Mails die ch Sandra geschrieben habe und die ich von ihr erhalten habe. Sucht nach Becky und lest meine Mails.

Ich mag Katzen. Keine Nacktkatzen, sondern solche mit Fell. Kurzhaarkatzen. Ich hab nichts gegen Nacktkatzen oder Katzen mit langem Fell, ich mag einfach die ganz normalen Hauskatzen mit kurzem Fell besser. Als ich ein Kind war, hatten wir die ganze Zeit Katzen. Minka, Fauchi, Mausi, keine Ahnung mehr wie die alle hiessen. Als Sandra und ich zusammen gezogen sind, hat Sandra zwei Katzen für eine Freundin zu Hause gehabt für ein paar Tage bis die Freundin dann bereit war. Nun, die Freundin hat es sich anders überlegt und wollte die Katzen nicht mehr (sie ist jetzt auch keine Freundin mehr) und, da der Bauer, welcher ihr die Katzen verkauft hatte, die armen kleinen Dinger einfach getötet hätte und wir das nicht zulassen konnten, haben wir die beiden selbst aufgenommen. Flawi und Joya. Flawi weil er immer mit den Blumen gespielt hat (eine Variation von Flowers). Joya weil sie immer so verspielt war. Dies hat sich dann in den Jahren ein wenig geändert und Flawi war der Verspielte, Joya wurde ruhiger. Irgendwann sind die beiden nicht mehr ausgekommen miteinander, haben sich gegenseitig verjagt, im ganzen Haus rum markiert und wir musste sie weggeben. Flawi lebt nun bei einer Familie und Joya bei einer Tierpflegerin. Soviel wir wissen, geht es beiden gut.

Danach waren wir beim Tierheim und haben uns für zwei weitere Schützlinge entschieden: Flo (der mal Fenchel heissen sollte, aber ich kann Fenchel, das Gemüse, nicht ausstehen) und Pünktli. Flo war immer sehr scheu, sehr vorsichtig, wenn er auf dem Bett war und zu uns hochkommen sollte, mussten wir ihm immer einen Kanal ohne Decken bauen, sonst hat er sich nicht zu uns hoch getraut. Er war mein Kater, ist jeden Tag nach dem Schlafen gehen auf das Bett gesprungen und hat noch ein paar Minuten mit mir gespielt und geknuddelt und kam oft auch in der Nacht zu mir hoch und hat mit mir geknuddelt. Er starb an einem Autounfall am 28ten Jun 2014 und hat mich und Sandra in tiefe Trauer gestürzt. Ich denke heute noch sehr oft an ihn, er war ein wirklich lieber Kater.

Pünktli lebt noch heute und ist ein weisse, getigerte, verfressene Katzendame. Sie leidet an einer Schilddrüsen.. über oder Unterfunktion. Jedenfalls ist ihre Verfressenheit und ihr Hunger dieser Krankheit zu verdanken und sie kriegt jeden Tag Tabletten dagegen, dass sie nicht stirbt daran. Sie ist eine liebe Katze und sehr verschmaust, will aber nicht hochgenommen werden, sondern mag es, wenn man zu ihr kommt, und sie knuddelt. Sie ist die Dame des Hauses, sie sagt wann sie Futter will und mit einer Lautstärke, dass man ihr das Futter auch nicht vorenthalten kann. Sie mag Käse, Milch, Yoghurt, Rahm, Quark, Butter, im Prinzip alles, wo Milch drin ist. Und Kartoffeln, Huhn, Hackfleisch und so ziemlich alles, was wir Menschen essen oder kochen. Sie kann sehr lautstark betteln und ist auch recht penetrant darin.

Ein paar Monate nachdem Flo starb, sind wir im Tierheim nach einem neuen “Gschpänli” für Pünktli suchen gegangen und haben dann Olli gefunden. Olli war ein alter Kater, 14 Jahre alt, extrem scheu. So scheut, dass es uns Wochen gekostet hat, bis wir ihn bei Futter essen zusehen konnten. So scheu, dass wir ihn nicht nach 3 Wochen rauslassen konnte wie mit allen unseren Katzen, sondern länger drin halten mussten. Er ist nach 6 Wochen abgehauen. Wir haben ihn dann wochenlang nicht mehr gesehen, aber er ist irgendwann wieder aufgetaucht und wir haben ihn draussen zu füttern begonnen. Wir hatten ihn 2015 fast soweit, dass er auch reingekommen ist, freiwillig und sich von uns füttern lassen konnte, aber ein Tag später und er ist verschwunden. Wir haben ihn danach nie mehr gesehen, aber ein paar Monate später erfahren, dass er völlig abgehungert ein paar Kilometer weiter bei einem Autounfall gestorben ist. Wahrscheinlich ist er unfreiwillig in einem Auto mitgefahren und konnte erst dort wieder raus und kannte sich dort nicht aus. E trat uns auch sehr leid. Sandra konnte sich besser mit ihm anfreunden, und es hat sie sehr mitgenommen.

Ein paar Wochen später, irgendwann im Januar 2016 als Sandra in Eschen am Arbeiten war, ist ihr ein Kater den ganzen Tag lang nachgelaufen. Er war ausgehungert, krank, hat sich aber nicht ablenken lassen. Sandra hat mich dann halb im Witz gefragt ob sie ihn mitnehmen soll. Ich habe halb im Witz ja gesagt und am Abend war er dann bei uns. Wir haben ihn am nächsten Tag zum Tierarzt gebracht, wo er untersucht wurde und die Tierärztin hat uns mitgeteilt, dass er keine Sekunde zu früh aufgetaucht sei, ein paar Tage länger und er wäre gestorben. Wir haben ihm also sozusagen das Leben gerettet. Wieder einmal. Da er so hartnäckig war, so verspielt und neugierig, die Menschen so gerne hatte und ein echtes Löwenherz bewiesen hatte, haben wir ihn Leo genannt. Leo haben wir, wie Pünktli auch, immer noch. Die beiden sind nicht gerade ein Herz und eine Seele, wie Flo und Pünkli es waren, aber sie kommen so halb aus miteinander. Leo ist extrem verspielt und will wirklich jede Sekunde spielen. Alles was sich irgendwie bewegt, ist Spielzeug für ihn. Da Pünktli sich halt auch ab und zu bewegt, ist sie Spielzeug Nummer 1, auch wenn sie das nicht sein will und so kämpfen und streiten sie sich oft.

 

Ich?

Ihr fragt euch vielleicht wer der alte Mann ist der euch hier alles aufschreibt.

Ich bin Roger. Oder Rog wir mich meine Kollegen nennen. Oder Apple wie mich Sämi nennt. Sir Rog wie mich mein Chef nennt.

Ich bin 45 Jahre alt und arbeite als Programmierer. Programmierer, keine Ahnung ob das noch existiert wenn ihr das lest oder ob dann Maschinen diesen Job auch übernommen haben, machen dass Maschinen ihre Arbeit verrichten können. Wir sind sozusagen Lehrer. Aber eigentlich viel eher sowas wie Erbauer. Wir bauen Welten. Wir stellen uns vor, wie etwas sein soll und erschaffen es dann. Die Maschine die unsere Welt enthält, kann ein Smartphone sein (wie es zur Zeit gerade in ist), ein Server, ein Laptop, aber auch ein Schlüsselring, eine Uhr oder ein Hörgerät. Eigentlich alles wo ein bisschen Silikon drauf ist.

45 Jahre ist nicht gerade jung um Kinder zu kriegen und wir haben es auch nicht so geplant. Naja geplant war eigentlich gar nichts dabei. Es war eine irrsinnige Überraschung dass wir Eltern werden. Wir hatten nichts davon gewusst. Am 1. August war hier noch ein kleines Fest und wir haben uns mit den Nachbarn darüber unterhalten, dass wir uns damit abgefunden haben, keine Kinder zu haben. Am 2ten August dann der Fund: Sandra ist schwanger. Erst mal ein Schock, also am 3ten August im Spital eine erneute Untersuchung: yup, schwanger. Und wie. Im 5ten Monat. Normalerweise merkt man eine Schwangerschaft in den ersten paar Wochen. Im 5ten Monat schwanger zu sein, bzw. es erst dann zu erfahren, bedeutet erst mal eine Menge Stress, weil man recht wenig Zeit hat, alles vorzubereiten für eure Ankunft. Wir hatten mit einer Tochter gerechnet. Am 4ten August eine erneuten Ultraschalluntersuchung weil am 3ten August irgendwie nicht alles erkannt wurde. Nuja, am 4ten wurde dann klar, weshalb nicht alles erkannt wurde: ihr seid zu Zweit unterwegs. Zwillinge. Und Jungs. Wow!

Ich hab mich sowieso gefreut. Bereits am 2ten August als Sandra erst mal noch total im Schock war, habe ich mich darüber gefreut. Wie gesagt, damit gerechnet habe ich nicht mehr, Sandra ebenfalls nicht. Wir haben uns auch nicht direkt Kinder gewünscht, sondern mehr “wenns kommt, dann kommts”. Ich habe mich immer als kein besonders guter Vater gesehen, weil ich keine Autorität habe. Ich gehe davon aus, dass Menschen, nachdem man sie mit den Werten, Entscheidungen und Möglichkeiten ausgestattet haben, selbst erkennen, was gut für sie, für die Umwelt und ihre unmittelbare Zukunft ist. Wenn ich in meinem Job Jemandem erklären muss, weshalb etwas eine schlechte Idee ist, erwarte ich, dass dieser Jemand das kapiert. Das bedeutet dann nicht unbedingt, dass der Weg, den ich selbst begehen würde, begangen wird, aber sicher nicht der Weg, der “ins Verderben” führt. Insofern muss ich auch keine Autorität aufweisen um aufzeigen zu können, weshalb ein Weg nicht so toll ist. Es reicht die Konsequenzen und Alternativen aufzuzeichnen. Da aber eine Erziehung was ganz anderes ist, und man hier ab und zu halt Autorität sein muss und ich das nicht sein kann (oder zumindest bisher nicht daran glaube), dürfte dieser Aspekt der Erziehung auch gewisse Probleme vorweisen.

Nun.. so solls sein.. jetzt ist sowieso zu spät zum Umkehren 😉

Also werde ich Vater und Sandra wird Mutter. Wir haben immer darüber gewitzelt, dass sie die autoritäre Person ist und ich nur “von mir aus, fragt Mutti” antworte, wenn ihr was von mir wollt. Das wird sich wohl zeigen. Man wächst in die Aufgabe hinein und wenn ich Erfahrung in etwas habe, dann ist es genau darin: in eine Aufgabe hineinwachsen. Ich habe mein Leben lang nichts anderes gemacht. Das hat eigentlich auch immer Spass gemacht. Viel mehr Spass als echte Produkte zu entwickeln. Eine Idee vorzubereiten aus der eine Applikation entstehen kann, macht für mich viel mehr Spass, als die Applikation selbst zu entwickeln. Ich denke bei euch wird es anders werden: ihr seid “mein Produkt”, und ich werde euch “fertig entwickeln”. Mit soviel Liebe, Mitgefühl, Toleranz und Geduld wie ich nur aufbringen kann. Ihr seid meine Krönung, meine beste Arbeit, und zwar genau deswegen, weil ihr aus Liebe entstanden seid, aus Glück und Zufall. Ich freue mich völlig auf euch!